Immer mehr asiatische Gesichter tauchen in den Medien auf.
Gesichter, wie die von Lucy Luu, Jackie Chan, Jet Li oder Zhang Ziyi sind uns schon lange bekannt. Doch neuerdings gibt es immer mehr Asiaten, die in der Medienbranche auftauchen. Beispielsweise die neue 4 köpfige japanische Pop Girlie Group Shanadoo. Bekannt wurden sie im Sommer 2006 durch die Veröffentlichung ihrer Debütsingle King Kong.
Der neue Disneyfilm Wendy Wu (Homecoming Warrior) ist mit asiatischen Hauptcharakteren, Brenda Song und Shin Koyamada (bekannt aus Last Samurai), besetzt. Kurze Zusammenfassung der Story: Wendy Wu ist in ihrer Schule sehr beliebt. Da sie chinesischer Abstammung ist, soll sie angeblich die Reinkarnation einer uralten Kriegerin sein. In dieser Funktion hat Wendy die Aufgabe, einen immer wieder kehrenden bösen Geist, der die Welt bedroht, zu bekämpfen. Wendy wehrt sich hartnäckig gegen diese Rolle, da sie doch viel lieber das beliebteste Mädchen ihrer Schule und Ballkönigin werden will.
Asiatische Schauspieler werden sehr oft mit Kampfsport assoziiert und dementsprechend eingesetzt. Das ist auch verständlich, schließlich waren wir es, die asiatische Kampfsportart (Tae-Kwon-Do, Aikido, Judo, Karate,…) ins Leben gerufen haben.
Allerdings gibt es auch viele amerikanische Schauspieler, die es mit asiatischer Kampfkunst probieren. Dies zeigt beispielsweise der erfolgreiche Streifen von Quentin Tarantino: Kill Bill.
Doch die wahren Kampfkünstler werden von Asiaten geprägt. Einige Filme als Beispiel: Tiger and Dragon, Unleashed, House of Flying Daggers, Bruce Lee und Jackie Chan Filme…
Asiaten sind derzeit gefragt wie nie. Mein ehemaliger Chef vom Komparsenservice hat mir den Grund genannt. Er meinte, dass Asiaten etwas Geheimnisvolles an sich haben. Es gäbe derzeit viel zu wenige asiatische Bewerber, drum haben die, die sich bewerben größere Chancen auf eine Rolle.
Fakt ist aber auch, dass sich dieser asiatische Trend noch in der Entwicklung befindet. Denn es ist schwierig für einen asiatischen Schauspieler, eine Hauptrolle in einem Hollywood Streifen zu ergattern. Würde ein Asiat in die Rolle des “Jack Dawson” im Film Titanic passen? Oder in die Rolle von Forrest Gump? Asiaten bekommen nur dann eine Hauptrolle, wenn die überwiegend restliche Besatzung ebenfalls Asiaten sind. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie z.B. Lucy Luu in “Drei Engel für Charlie”. Doch auch dort sieht man, dass die eigentliche “Führung” Cameron Diaz übernimmt.
Besonders die Vietnamesen haben es schwer in der Medienbranche.

Chung Vu, 23, erfahrener, vietnamesischer Schauspieler (allerdings sagt er selber, dass er kein Schauspieler ist, sondern jemand, der sich mit der Kunst auseinander setzt) gibt zu diesem Thema ein kurzes Statement ab:
“Ich hatte ja ziemlich früh mit dem Schauspielern angefangen. Schon als ich in Vietnam war und als ich nach Deutschland kam, habe ich es fortgeführt. Viele Agenturen haben mich aufgenommen und es gab dann auch viele Rollen, die ich bekam. Meine ersten beiden Rollen war sogar Hauptrollen (z.B. “The King Face”). Die Frage nach mir war ziemlich hoch. Ich wurde gut bezahlt und bekam hohes Ansehen.
Doch es gab bis heute noch keine einzige Rolle, wo ich als Vietnamese spiele sollte. Selbst in dem Film “The King Face” musste ich einen Japaner spielen. Auch als Chinesen durfte ich mich vor der Kamera präsentieren, doch als Vietnamese?
Es ist schon wahr, dass es viele asiatische Schauspieler in der Medienwelt gibt, aber wie man sieht, ist Jackie Chan eher als Kampfkünstler oder als Komiker bekannt, statt als “seriöser” Schauspieler. Es ist doch auch verständlich, wieso Asiaten es nicht leicht haben, eine richtige Hauptrolle in den internationalen Filmen zu ergattern, schließlich besetzen in Hong Kong auch nur Asiaten die Charaktere.”
Dies ist dennoch kein Grund aufzugeben. Denn was nicht ist, kann ja noch werden.
Ein Appell an die Asiaten: Versteckt euch nicht hinter eurem PC, euren Büchern oder eurer Traumwelt. Warum solltet ihr nicht eure Chance nutzen und vor die Kamera treten? Ihr glaubt, Vietnamesen haben sowieso keine Chance? Nun, beweist Minh Khai Thi Phan nicht, dass es möglich ist?
Wie heißt es doch so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

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