Zu viele Communities

Gerade habe ich eine Meldung der FAZ gelesen. Titel: Myspace hat den Zenit überschritten: Verweildauer in sozialen Netzwerken sinkt. Darin heisst es, dass in den Staaten der Trend schon klar erkennbar sei. Viele Communities können ihre Reichweite zwar weiterhin ausbauen, jedoch sinkt die Verweildauer pro Nutzer mit jedem neuen Nutzer. Woran liegt es? Ganz klar an der knappen Ressource Zeit. Der Mensch hat nicht unbegrenzt Zeit, jedoch hat er dank des Internet und seiner Communities unbegrenzte Möglichkeiten zu kommunizieren. Da jeder Mensch gleich in mehreren Netzwerken angemeldet ist, führt dies umgehend zu einer Aufteilung der Ressource auf die verschiedenen sozialen Netzwerke. Das heisst: Jede Community nimmt der anderen Community Aktivität ab. Verlieren könnten am Ende alle gemeinsam. Kann es so weit kommen, dass die Subcommunities die Community als Gesamtes ausbremsen?

In Deutschland ist dieser Trend auch schon ansatzweise zu beobachten, jedoch noch nicht so fortgeschritten wie in den USA. Möglicherweise sehen wir hier einen Marktbereinigungsprozess, der am Ende dazu führt, dass es nur noch 1-2 Communities gibt. (Denkbar wäre auch ein Aufkaufen schwächelnder Communities, oder Fusionen um sich am Markt behaupten zu können.) Die Anbieter müssen auf jeden Fall auf den Trend reagieren und mehr auf Klasse statt Masse setzen.

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