Was ist unser Geld wert?
Gestern hatte die weltweite Finanzkrise seinen ersten Höhepunkt. Dieser endete in einem persönlichen Drama. Ein US-Finanzberater erschießt seine ganze Familie und anschließend sich selbst. Diese Tatsache zeigt, dass die aktuelle Krise durchaus existentielle Ängste schürt. Die jetzt am häufigsten gestellte Frage ist diejenige wie es denn nun weitergeht. Doch eine Antwort auf diese Frage vermag keiner zu geben. Wenn Politiker aus den Regierungskreisen – auch bekannt als Zwecksoptimisten – eine Antwort geben, dann jene, dass alles gar nicht so schlimm sei. Doch die Ereignisse überschlagen sich, und es stellt sich immer mehr, dass unsere Regierung von diesen überfordert ist.
Die Finanzkrise trifft nur die Amerikaner und unsere Rente ist sicher
Vor 2 Wochen hiess es noch, die Finanzkrise sei ein amerikanisches Problem und treffe Europa und vor allem Deutschland nur in abgeschwächter Form. (Da haben die Optimisten die Globalisierung wohl falsch verstanden) Plötzlich fehlen einer ach so stabilen Bank aus Bayern 35 Milliarden Euro. Nach einer Prüfung stellt sich dann auch noch fest, dass es doch 65 Milliarden Mehr sind. Also 100 000 000 000 Euro. Die Merkel Garantie, dass die Spareinlagen gesichert sind empfinden manche Ohren eher als Alarmzeichen, sein Geld abzuheben. Solange es noch möglich ist. Ich will hier keine Panik verbreiten, dafür sind die großen Zeitungen zuständig. Eine Zeitung, die sich Bildung auf die Fahne geschrieben hat, vorneweg.
Merkel garantiert 568 000 000 000 Euro
Merkel garantiert uns Sparervolk also eine Summe von 568 Milliarden Euro. Was politische Versprechungen zählen, wissen aufmerksame Leser bereits. Als Beispiel sollen Blüms Garantie zur sicheren Rente und Ypsilantis Aussage zu den Linken dienen. Macht euch selber Gedanken über das was euch am meisten angeht. Nämlich euer Geld.
Alles nur Zauberei?
Um es nun allen Lesern des Blogs noch etwas unappetitlicher zu machen, verweise ich auf die Kolumne von Raimuund Brichter: Beim Geld geht es um die Wurst. Unter anderem ist in der Kolumne zu lesen, dass unser Geld einfach hervorgezaubert werden kann (Fiat Money). Es entsteht, wenn ein Kredit benötigt wird, und verschwindet dann, wenn dieser getilgt wurde. Wenn wir nun wissen, dass die Banken Geld verleihen können, die diese gar nicht besitzen, dann vergeht einem wirklich der Appetit bzw. das Vertrauen in unser Geldsystem. Lediglich ein Bruchteil dessen was wir auf unserem Konto haben, hat unser Geldinstitut nämlich als Bargeld auf Reserve. Das Versprechen dass jeder Bürger an sein Geld rankommt gilt auch nur für den Normalfall. Wenn aber nun alle Bürger auf einmal ihr Geld abheben wollen, dann ist das alles andere als Normal, und dann bekommt auch nicht jeder sein Geld. Dies haben wir schon in den Staaten und in Asien gesehen. Wer glaubt, dass wir in Deutschland davon verschont bleiben?
Das Geld ist da, aber was ist es wert?
Aber auch wer sein Bargeld zu Hause bunkert kann sich nicht sicher sein, dass dieses Geld nicht auch noch wertlos werden kann. Das Schreckgespenst Inflation spukt ja immer dann, wenn zu viel Geld gedruckt wird. Und was tut der Staat wenn zu viel Geld gebraucht wird, welches evtl. nicht auf der Reserve ist?
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber sollte es dazu kommen, kaufe ich mir lieber eine Menge Würste, so unappetitlich diese auch sind. Ich weiss ja zum Glück nicht wie Würste entstehen. Im Gegensatz zum Geld, wird man von unappetitlichen Würsten jedoch satt.
Was sollte man denn nun als besorgter Bürger tun? Ich bin zum Glück kein Berufsoptimist wie Merkel und kann ohne schlechtes Gewissen zugeben, dass ich keine Ahnung habe. Momentan gilt wohl eher abwarten und schauen was kommt. Wenn ich zum nächsten Geldautomaten renne, werde ich es euch mitteilen.
Warten wir mal ab, was Merkel in der angekündigten Regierungserklärung zu verkünden hat, wenn sie nicht von weiteren Hiobsbotschaften aus der Finanzwelt überholt wird.
Folgendes Youtube Video ist nur Galgenhumor Fans zu empfehlen:

RSS
RSS 2





