
photo credit: Francesca:Nocella
Dass man sich um Lebensmittel streiten muss, können wir uns gar nicht vorstellen. Jedoch ist seit einiger Zeit immer häufiger genau dieses Phänomen zu beobachten. In einer globalisierten Welt scheint dies für uns noch nicht so dramatisch zu sein. Jedoch werden diese Unruhen, sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, früher oder später sich auf immer mehr Regionen der Welt ausdehnen.
Experten warnen daher vor Hungerunruhen. Auf Haiti sind die Gefahren schon real wie folgendes Video zeigt:
Hungerunruhen auf Haiti
Neben Unruhen in Haiti sind erste Aufstände in Ägypten, Thailand, auf den Philippinen, in Marokko und in Bangladesch zu verzeichnen.
Die Lebensmittelpreise steigen drastisch in der ganzen Welt – wie auch in Bangladesch. Hier ist der Preis für das Hauptnahrungsmittel Reis im Laufe des vergangenen Jahres um 30 Prozent gestiegen.
Die Weltbank will nun die steigenden Lebensmittelpreise bekämpfen.
Weltbank-Präsident Robert Zoellick rechnet jedoch damit, dass die gegenwärtige Preisentwicklung noch mehrere Jahre anhalten wird. “Das ist kein Ein-Jahres-Phänomen”, warnte er.
Während die Ärmsten auf der Welt darum kämpfen ihren Magen zu füllen, wird in den westlichen Ländern darüber nachgedacht, wie man denn den Tank des Autos füllen kann. Die Produktion von Biosprit verteuert den weltweiten Preis von Getreide. Die Armen müssen also hungern, damit wir mit gutem Klima-Gewissen autofahren können. “Es ist nicht zu akzeptieren, wenn der Export von Agrokraftstoffen die Versorgungslage gerade derjenigen Menschen bedroht, die ohnehin schon in Armut leben”, erklärte Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul.
Vietnam leidet unter Inflation
Auch Vietnam hat unter der rasanten Teuerung der Lebensmittelpreise zu leiden. Diese sind in dem Südostasiatischen Land um 25% gestiegen. Nike wurde nun in Vietnam von 20000 Arbeiterinnen bestreikt. Diese fordern 20% mehr Lohn (derzeit 59,70 USD) um die Inflationsrate von 19% zu auszugleichen.
Kampf um Lebensmittel auch in Deutschland
Der Krieg um Lebensmittel ist auch schon in Deutschland angekommen, jedoch führen diesen Krieg die Deutschen Bauern gegen den Deutschen Handel. Hierzulande steigen die Preise für Milch und Milchprodukte auch schon seit langem. Die Bauern wollen die Milch lieber wegschütten da die Preissteigerungen bei Ihnen angeblich nicht ankommen. Gestern haben erst 2300 Bauern in Oldenburg bei einer Großkundgebung gegen niedrige Abnahmepreise protestiert.

RSS
RSS 2





