stillstand
CC Ironas

…und hat ihn wahrscheinlich derzeit schon gefunden. Dennoch sagen einige Beteiligte es sei erst der Anfang.

Die wahren Leistungsträger

Frank Bsirkes Schlachtruf lautet derzeit auch, [...]Wenn sich Politiker neun Prozent höhere Diäten genehmigen können, dann machen wir das jetzt auch[...] Nun wollen die Streikenden wohl zeigen, wer die wahren Leistungsträger im Land sind. Dass die Politiker Ihr Gehalt selber bestimmen ist meiner Meinung nach auch absolut nicht tragbar. Es sind schließlich unsere Steuergelder über die einfach von einigen wenigen Menschen im Land bestimmt werden. Ich glaube das Thema Diätenerhöhung ist auch das Einzige, welches Parteiübergreifend eine überwältigende Mehrheit und vor allem Einigkeit findet. Die paar Abgeordnete, die gegen eine Diätenabstimmung abstimmen tun dies höchstwahrscheinlich auch nur deswegen, weil sie wissen, dass sie überstimmt werden. Welcher Arbeitnehmer würde denn auch eine Gehaltserhöhung seines Chefs ablehnen? Die Politiker begründen die Diätenerhöhung mit weitaus höheren Löhnen in der Wirtschaft. Man müsse doch auch die guten Leute in der Politik halten können. Ein Anreiz sei halt der monetäre. Was tun die Leute, die bereits in der Wirtschaft sind? Über die Moral der Managergehälter haben wir in der Vergangenheit haben wir ja schon genug gehört. Wie rechtfertigen die Manager ihre Gehälter? Im Grunde genauso wie die Abgeordnete Ihre Diätenerhöhung rechtfertigen. Woanders gibt es ja auch mehr Geld. Die anderen bekommen auch mehr Geld.

Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Tja, und nun sind halt die einfachen Menschen im Lande dran. Aussagen wie [...]“Der Aufschwung ist in der Masse angekommen”[...] widersprechen der ablehnenden Haltung der Arbeitgeberseite. Warum dürfen Manager mehr verdienen, warum dürfen auch Politiker mehr verdienen? Warum aber darf die Masse es nicht? Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Gilt hier nicht die Aussage, dass wenn die anderen (Politiker und Manager) mehr verdienen, dass die Masse es auch will? Gerechtigkeit macht dauerhaft glücklich, und nicht die Zahl auf dem Konto. Diese beruhigt nur. Dass viele Menschen sich nun ungerecht behandelt fühlen und darum unglücklich sind, zeigen die Streiks. Fest steht, verloren hat in diesem Falle die Gesellschaft als ganzes. Das Gefühl von Gerechtigkeit ist im Grunde bei keiner Personengruppe vorhanden. Nicht mal bei denen die das meiste Geld haben. Gäbe es sonst die Liechtenstein-Flucht? Wir werden eine Spirale haben, die Löhne, Gehälter, aber auch die Kosten nach oben treiben, schließlich müssen diese höheren Ausgaben auf den Endkunden abgewälzt werden, denn klar ist, die Arbeitgeber wollen sicherlich nicht draufzahlen. Das wäre ja ungerecht. Die Lebenshaltungskosten werden von Jahr zu Jahr steigen, und die sozial schwächsten bleiben halt auf der Strecke. Das ist die Folge des Darwinismus aus wirtschaftlicher Sicht. Was bleibt, ist die ewige Diskussion über Moral, Verantwortung und soziale Gerechtigkeit. Die nächste Diskussion über Managergehälter, Politiker-Boni kommt bestimmt. Aber auch die nächsten Streiks. Nur so bleibt es spannend in der Gesellschaft.

Geld: Fluch oder Segen?

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